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Zinseszinsrechner für Trading — realistische Projektion deines Kontowachstums

Die meisten Forex-Zinseszinsrechner projizieren eine glatte „x% pro Woche“-Kurve, der kein echtes Konto jemals folgt — weil sie Verlust-Trades und Drawdowns komplett ignorieren. Dieser Kontowachstums-Rechner kann beides: die klassische einfache Zinseszins-Formel und einen realistischen Monte-Carlo-Modus, der den Median, die p5–p95-Spanne und den Drawdown auf dem Weg zeigt. Ohne Login.

Modus & Kapital
Deine Strategie (realistischer Modus)
Spanne p5 – p95
90% der Simulationen endeten innerhalb dieser Spanne
Max. Drawdown (Median)
größter Einbruch vom Hoch zum Tief auf dem typischen Pfad
Wahrscheinlichkeit, im Plus zu enden
Simulationen, die über dem Startkapital endeten

Der realistische Modus simuliert 2,000 Equity-Kurven Trade für Trade. Projektionen beschreiben die simulierte Verteilung bei konstanten Statistiken — keine zukünftigen Ergebnisse.

Rechne mit deinen echten Zahlen, nicht mit Wunschwerten

Die ReziFX-Chrome-Extension erfasst deine geplanten Trades aus dem TradingView-Positionstool — Entry, Stop, Target, CRV und Screenshot — in einem Trading-Journal, das deine echte Win-Rate, dein durchschnittliches R und deinen Erwartungswert berechnet. Das sind die Eingaben, die diese Projektion verdient.

Wachstumskurve

Median-Pfad mit dem p5–p95-Band aus 2,000 Simulationen.

Monatp5Medianp95

Geometrisches Wachstum — und warum der Median die ehrliche Zahl ist

Einfacher Zinseszins ist die Formel Endkapital = Startkapital × (1 + r)^n: Aus $10,000 bei 2% pro Periode werden über 100 Perioden 10,000 × 1.02¹⁰⁰ ≈ $72,446. Die Kurve krümmt sich nach oben, weil jeder Gewinn auf einer größeren Basis erzielt wird. Diese Formel ist völlig korrekt — für eine Welt mit fester, garantierter Rendite und ohne Verlustperioden. Nur ist das nicht die Welt, in der Trading stattfindet.

Der realistische Modus ersetzt die feste Rendite durch deine tatsächlichen Trade-Statistiken: Jeder simulierte Trade multipliziert das Kapital bei einem Gewinn mit (1 + Risiko × Payoff) und bei einem Verlust mit (1 − Risiko) — in zufälliger Reihenfolge, 2,000 Mal. Das Ergebnis ist keine einzelne Zahl, sondern eine Verteilung — und die ist rechtsschief: Ein paar Glückspfade wachsen durch den Zinseszins spektakulär und ziehen den Durchschnitt nach oben, während der typische Pfad bescheidener ausfällt. Deshalb weist dieser Rechner den Median aus (die Hälfte der Ergebnisse besser, die Hälfte schlechter) plus die p5–p95-Spanne — statt eines einzelnen, irreführenden Durchschnitts.

Dieselben Simulationen zeigen auch, was glatte Projektionen verstecken: den Drawdown auf dem Weg. Ein Pfad, der bei +40% endet, kann in Monat vier bei −15% gestanden haben. Wer eine Wachstumsprojektion ohne den zu erwartenden Drawdown beurteilt, landet bei zu aggressiven Positionsgrößen — die Spanne und der mediane Max-Drawdown gehören zusammen.

Häufige Fragen

Wie funktioniert der Zinseszins beim Trading?
Zinseszins bedeutet: Deine Positionsgröße wächst mit deinem Konto — Gewinne werden auf frühere Gewinne erzielt. Mathematisch: Endkapital = Startkapital × (1 + r)^n für n Perioden mit Rate r. Wenn du dein Risiko in Prozent des Kontos bemisst, multipliziert jeder Gewinn dein Kapital mit (1 + Risiko × Payoff) und jeder Verlust mit (1 − Risiko). Das Wachstum ist also geometrisch — die Drawdowns aber auch. Deshalb müssen realistische Projektionen Verlust-Trades einbeziehen, nicht nur eine glatte Durchschnittsrate.
Sind 10% im Monat eine realistische Trading-Rendite?
Dauerhafte 10% monatlich würden sich auf rund 214% pro Jahr aufzinsen — weit jenseits dessen, was die meisten professionellen Fonds über lange Zeiträume ausweisen. Behandle solche Projektionen also mit großer Skepsis. Kurze profitable Serien kommen vor; sie zu halten ist etwas anderes. Statt zu fragen, ob eine einzelne Rate realistisch ist, nutze den realistischen Monte-Carlo-Modus: Er zeigt die Bandbreite der Ergebnisse und die Drawdowns, die zu der Strategie gehören, die diese Rendite liefern soll. Dieser Rechner verspricht keine zukünftigen Ergebnisse.
Warum liegt das Median-Ergebnis unter dem Durchschnitt?
Weil aufgezinste Renditen rechtsschief verteilt sind: Wenige sehr glückliche Simulationspfade wachsen enorm und ziehen den Durchschnitt nach oben, während der typische Pfad moderater wächst. Der Median — der Pfad, bei dem die Hälfte der Ergebnisse besser und die Hälfte schlechter ausfällt — beschreibt, was ein typischer Trader erwarten sollte. Wer eine Strategie am Durchschnitt der aufgezinsten Ergebnisse misst, überschätzt sie systematisch.
Soll ich Gewinne auszahlen oder weiter aufzinsen lassen?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Gewinne im Konto zu lassen, lässt das Kapital am schnellsten wachsen — erhöht aber auch den Betrag, der im nächsten Drawdown im Risiko steht. Regelmäßige Auszahlungen sichern Gewinne, verringern das Kapital, das deiner schlimmsten künftigen Verlustserie ausgesetzt ist, und können psychologisch stabilisieren — um den Preis eines langsameren Kontowachstums. Viele Trader wählen einen Mittelweg und zahlen z. B. in festen Abständen einen festen Anteil der Gewinne aus. Es ist eine persönliche Risikoentscheidung, kein Rechenproblem mit nur einer Lösung.

Nur zu Lernzwecken. Keine Finanzberatung — Trading birgt ein erhebliches Verlustrisiko.

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